DTV I - SSVg. Velbert II

Halbzeitstand
1:1
Stadion
Höferhof
Anpfiff
15:00 Uhr
Schiedsrichter
Rainer Maack
      Assistenten
leider keine Angabe
im Spielbericht


Spielbericht

Eine Woche hatte die Mannschaft um Trainer Acar Sar Zeit, die Wunden nach der Niederlage im Spitzenspiel der Vorwoche zu lecken. In einigen Gesprächen wurde dabei verdeutlicht, dass die erste Niederlage im zehnten Spiel kein Grund ist, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit dem bisherigen Saisonverlauf durfte man schließlich durchaus zufrieden sein und es gelte nun den Blick wieder nach Vorne zu richten. Dazu bot sich die nächste Gelegenheit gestern gegen die Zweitvertretung der SSVg. Velbert. Das Team von Michael Bestler war seinerseits eher mäßig in die Saison gestartet. Vom Aufstiegsanwärter der letzten Saison sind sie vermutlich dieses Jahr auch deswegen so weit entfernt, weil einige ihrer Leistungsträger aus dieser Zeit in die Oberliga zur ersten Mannschaft berufen wurden.

Personell nahm der DTV-Coach zwei Veränderungen zur Vorwoche vor. Der genesene André Kleist spielte in der Innenverteidigung, wofür Matthias Block wieder ins defensive Mittelfeld wechselte. Auf der rechten Seite übernahm Marcel Polgar die Position in der Viererkette und Nils Dolezych rutschte für Timo Zeißler weiter nach Vorne in die Offensive. Eine Hiobsbotschaft gab es noch direkt vor dem Spiel, als Esmir Zlatanovic nach dem Warmmachen aufgrund von Unwohlsein auf einen Einsatz verzichten musste.

Die ersten zehn Minuten im Spiel gehörten den Dabringhausern, weil sie den Ball ungestört durch die Abwehr laufen lassen konnten. Velbert hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt in die eigene Hälfte zurückgezogen. Anschließend merkten sie aber vermutlich, dass der DTV an diesem Tag und besonders in der ersten Halbzeit nicht der erwartete Gegner ist, der auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Viele einfache Ballverluste und ein schwaches Zweikampfverhalten ließen auf der Tribüne den Schluss zu, dass die Köpfe vielleicht doch nicht ganz so frei sind, wie man gehofft hatte. Folgerichtig investierte der Gast mehr in die Offensive und wurde nach einer halben Stunde durch Filippas Filippou belohnt. Einen Konter, der ungestört vorgetragen werden konnte, schloß er aus elf Metern frei zum 1:0 ab (30. Minute). Bereits davor und auch danach hatte Velbert einige Torgelegenheiten, weil die Heimmannschaft keinen Zugriff auf das Spiel bekam. So war es etwas schmeichelhaft, dass der DTV vor der Pause doch noch zum 1:1 Ausgleich kam. Nils Dolezych musste den Ball aus fünf Metern nur noch einnicken, nachdem ihm Marco Rzeha das Spielgerät nach einem Freistoß per Kopf quer gelegt hatte (40.).

Die Pause nutze Acar Sar um die Mannschaft umzustellen und vermutlich auch um seinen Schützlingen ins Gewissen zu reden. Beide Maßnahmen schienen gefruchtet zu haben, denn der DTV präsentierte sich im zweiten Abschnitt viel besser. Mit mehr Engagement und Leidenschaft gelang es, die Partie wieder an sich zu reißen und in Richtung des von Marcel Grote aus dem Oberligakader gehüteten Tores zu spielen. Die größte Chance auf den Führungstreffer hatte Marvin Oberhoff auf dem Fuß. Sein satter Rechtsschuss verfehlt das Ziel jedoch um Zentimeter (61.). Daher war es wieder Nils Dolezych vorbehalten für Jubel am Höferhof zu sorgen. Er erlöste seine Farben mit dem 2:1 (73.). Sein Schuss sprang vom Innenpfosten ins Tor und besonders bei ihm darf man davon sprechen, dass er sich dieses Glück mit seinem unermüdlichen Einsatz erarbeitet hatte. Bevor der eingewechselte Dennis Marquet mit dem 3:1 den Deckel auf die Partie machen durfte, indem er den SSVg.-Keeper zu seinem Premierentor umkurvte (86.), musste Christian Tiede jedoch noch einmal eingreifen und einen Schuss von Mohammed Issa im letzten Moment entschärfen (82.). Aufregung gab es dann noch einmal kurz vor dem Abpfiff, als Nils Dolezych im Strafraum von Grote von den Beinen geholt wurde und die Pfeife des Unparteiischen Rainer Maack stumm blieb. Da der Schiedsrichter die Partie allerdings kurz danach beendete, störte sich niemand mehr daran und der DTV verbuchte den, besonders nach der Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten, verdienten "Arbeitssieg".

Apropos Schiedrichter: Zu seiner soliden Leistung hatte Rainer Maack auch noch ein besonderes Schmankerl für die erstaunten Spieler und Zuschauer parat. Beim ersten Freistoß für die Gäste direkt vor der Zuschauertribüne schritt er den Abstand zur Mauer ab und deutete mit einer imaginären Sprühdose die Linie an, die die Referees neuerdings in den Profiligen machen dürfen. Diese Aktion hat ihm nicht nur den ein oder anderen Lacher beschert, sondern auch gezeigt, dass man ein Spiel mit einer gewissen Lockerheit leiten kann und trotzdem oder gerade deshalb respektvoll von den Mannschaften wahrgenommen wird.


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Reserve

       


Tore

 

30. Minute

0:1

Filippas
Filippou

40. Minute

1:1

73. Minute

2:1

86. Minute

3:1


Spielerwechsel

 

46. Minute

65. Minute

85. Minute


Galerie

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